Detail aus einer Agraffe eines unserer Armbänder. 925 Sterlingsilber, geschwärzt und poliert.
Detail aus einer Agraffe eines unserer Armbänder. 925 Sterlingsilber, geschwärzt und poliert.

Tipps zum Reinigen von Silberschmuck und dessen Pflege

 

Silber – und damit auch Silberschmuck hat die Eigenschaft „anzulaufen“, also einen dunklen Belag zu bilden. Rein chemisch betrachtet, kommt dieses „Anlaufen“ durch den Oxidationsprozess zustande, wenn Silber mit dem in der Luft enthaltenen Schwefelwasserstoff zu Silbersulfid reagiert, welches sich als dunkelgrauer bis schwarzer Belag auf dem Silber sichtbar macht.

Liebhaber von Silberschmuck sind der Meinung, dass Silber erst richtig schön aussieht und „lebt“, wenn es nicht mehr rundum glänzend und hell ist. Gerade dunklere Bereiche in Vertiefungen und Mustern sorgen für einen attraktiven Kontrast und machen den unverwechselbaren Charakter von Silberschmuck aus.

 

Unseren Schmuckstücken aus Silber wird daher schon bei der Herstellung in aufwändiger Arbeit ein „Antikfinish“ verpasst. Mit chemischen Mitteln werden tieferliegende Bereiche geschwärzt, die Oberfläche anschließend wieder poliert.


 

Aufbewahrung von Silberschmuck

Um zu verhindern, dass Silberschmuck anläuft, sollte man ihn möglichst luftdicht verschlossen aufbewahren. Sehr gut geeignet sind dafür kleine Plastiktütchen mit Druck-Verschluss. Auch wenn Sie Ihren Silberschmuck in einem Schmuckkästchen aufbewahren, empfiehlt sich der zusätzliche Einsatz von kleinen Tütchen. Jedes Schmuckstück einzeln eintüten. Durch Zugabe von einem Stück Schulkreide oder Alufolie wird das Anlaufen weitestgehend verhindert.

Etwaige Watteunterlagen, auf denen der Schmuck gelagert wird, begünstigt das Anlaufen von Silber!
Silberschmuck, der ständig getragen wird, läuft in der Regel nicht an, da er ständig mit der Haut oder mit Kleidungsstücken in Berührung kommt, die ihn ständig abreiben.


 

Reinigung von Silberschmuck

Grundsätzlich sollten Sie mit den schonendsten Methoden anfangen. „Chemische Keulen“ sind äußerst vorsichtig einzusetzen, sie können unerwünschte Reaktionen hervorrufen. Verwenden Sie Handschuhe, die Präparate können giftig sein. Reinigen Sie Schmuckstücke einzeln.

Sollten Sie Zweifel haben fragen Sie lieber den Fachmann!

Generell können Sie jedes metallene Schmuckstück (ohne Steinbesatz!) mit mildem, warmem Seifenwasser reinigen. Trocknen Sie Ihren Schmuck nach dem Reinigen sehr sorgfältig.

Wenn der Silberschmuck unerwünscht schwarz geworden ist, kann man zunächst versuchen, ob sich der Belag mit einem herkömmlichen und in fast jedem Haushalt zu findenden Mikrofaser-Tuch entfernen lässt. Oftmals funktioniert das schon.

Ein preiswertes und effektives Hausmittel zum Reinigen von Silberschmuck ist Asche. Nehmen Sie dazu ein Papiertuch oder einen alten Lappen, ein Stück eines alten Lakens ist optimal. Reiben Sie das Schmuckstück mit der Asche ein. Wiederholen Sie den Vorgang so lange, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist.

Alternativ kann man sich auch mit einem anderen Hausmittel, dem Salz-Natronbad, helfen. Allerdings ist dies nicht für Schmuck mit Steinen oder Perlen empfohlen!

Dazu nehmen Sie einen halben Liter heißes Wasser und lösen darin 100 Gramm normales Speisesalz auf. Diese Lösung in eine Plastik- oder Glasschüssel geben (Achtung: Keine Metallschüssel verwenden!) und auf den Boden der Schüssel ein Stück Alufolie legen. Auf die Alufolie den zu reinigenden Silberschmuck legen und so lange in der Lösung liegen lassen, bis sich der Belag gelöst hat. Anschließend den Schmuck mit klarem Wasser gut abspülen und trocken reiben.

Vorsicht vor Zahnpasta! Diese beinhaltet Schleifmittel die Ihren Silberschmuck verkratzen können.

 

Im Handel gibt es verschiedenste Produkte zur Pflege von Silberschmuck:

Am gebräuchlichsten ist ein Spezielles Putztuch für Silber. Dies ist für die meisten Silberschmucke als schnelle und einfache Reinigung völlig ausreichend. Am besten ist es, Silberschmuck nach dem Tragen kurz damit abzureiben, um Schweiß und andere Verunreinigungen zu entfernen. Die Schmuckstücke werden poliert und erstrahlen in neuem Glanz. Dann luftdicht verpackt lagern.

Auch Reinigungs- und Pflege- Pasten zum Putzen von Silber sind im Handel erhältlich. Damit lassen sich neben hartnäckigen Verschmutzungen, auch kleine Kratzer weg-polieren. Der Nachteil ist jedoch, dass sich die Paste in Vertiefungen und Ecken leicht festsetzt und sich nur mühsam alle Rückstände entfernen lassen. Hier kann eine weiche Zahnbürste helfen (aber gut vor Kindern verstecken!). Wichtig, hinterher gut abspülen und abtrocknen!

Auch Flüssiges Silberbad ist im Handel erhältlich. Gerade für Silberschmuck mit vielen schwer zugänglichen Stellen, wie beispielsweise bei Silberketten, ist das eine gute Reinigungsmöglichkeit. Allerdings sollte die Lösung nur für Silberschmuck ohne Stein verwendet werden, da die meisten Schmucksteine oder Perlen empfindlich auf die Inhaltsstoffe reagieren könnten! Außerdem sind diese Flüssigkeiten meist ziemlich giftig und setzen einen vorsichtigen Umgang damit voraus.


 

Rhodinierter Silberschmuck

Silberschmuck wird oftmals bei der Herstellung rhodiniert, das heißt mit einem Überzug versehen, der die Oberfläche vor dem Anlaufen schützt. (Bitte beachten Sie hier auch unsere Produktbeschreibung)

Einer der Nachteile ist, dass rhodiniertes Silber dunkler ist als nicht rhodiniertes. Ein weiterer Nachteil ist, dass Änderungen und Reparaturen an rhodiniertem Silberschmuck aufwändiger sind, da die Rhodiumschicht vor der Arbeit entfernt und danach wieder aufgebracht werden muss.

Da rhodinierter Silberschmuck ja nicht anläuft, ist die Reinigung auch recht unproblematisch. Es genügt vollkommen, ihn mit etwas Wasser, dem gegebenenfalls ein Tropfen Spülmittel zugegeben werden kann, mit einer weichen Bürste abzubürsten. Anschließend abspülen und mit einem weichen Tuch trockenreiben.

Achtung:  Bei rhodiniertem Silberschmuck keinesfalls Putzmittel mit Schleifpartikeln (auch keine Zahnpasta!) anwenden! Das würde die Rhodiumschicht angreifen und zerstören.

Auch chemische Mittel sind für rhodinierten Silberschmuck ungeeignet.